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Eine neu gegründete Ermittlungsgruppe der Polizei soll sich um einen alten Fall kümmern. Ein seit fünf Jahren verschwundener Junge auf einem Mittsommer-Fest in Ystad ist plötzlich wieder aufgetaucht. Zeugen wollen ihn sowohl in Deutschland als auch in Irland gesehen haben. Maja Siobhán Lundmark wird in diese Einheit berufen und hat durch ihre deutsche Mutter und ihren irischen Vater beste Voraussetzungen dafür, dieses Rätsel zu lösen.
Der erste Band um diese ungewöhnliche Ermittlerin, der deutschen Sprache mächtig und zudem eine in Irland und Deutschland zur Zielfahnderin ausgebildete Polizistin, kommt mit einem frischen Team und einer guten Story daher, die aber manchmal durch die permanent bemühte politische korrekte Sprache an Tempo verliert.
Die damaligen Ermittlungen wurden durch die Voreingenommenheit der Polizei gegenüber der drogenabhängigen Mutter, die schnell unter dem Verdacht stand, ihren Sohn verkauft zu haben, etwas nachlässig geführt und Lundmark und ihr Team muss die alten Spuren erst wieder neu interpretieren.
Das Thema – Kindesentführung – ist brisant und Dalin gelingt es, diesem Fall überraschende Wendungen zu geben und ihren Figuren eine, wenn auch manchmal bemühte Authentizität zu verleihen.
Aber, ich zitiere mal: „Sie bedankte sich artig auf Deutsch mit einem kleinen Knicks, der hier noch einen gewissen Stellenwert genoss.‟ Autsch! Auch in Erfurt, da knickst Lundmark nämlich, ist diese Geste zum Glück längst ausgestorben.
Und, die große Frage: seit wann hat Berlin drei Flughäfen?
„Mittsommer Pakt‟, ein guter Einstieg in eine neue Reihe, wenn auch mit einigen Schwächen.
Meine Bewertung:
Veröffentlicht am 20. August 2026