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Tjure Sandström will seinen Sohn abholen, der auf einer Reise mit seinem Schulfreund und dessen Eltern gewesen ist. Doch er muss zu seinem Entsetzen feststellen, dass dieser gar nicht an der Reise teilgenommen hat, sondern verschwunden ist, Fast gleichzeitig wird die kopflose Leiche eines Jugendlichen gefunden und es stellt sich heraus, das noch ein weiterer Jugendlicher verschwunden ist. Das ruft auf Umwegen den ehemaligen Polizisten Kjell Dahlberg auf den Plan, der neben den Ermittlungen der Polizei seine eigenen Recherchen betreibt.
Der Fall, so stellt er bald fest, ist voller Widersprüche. Sandström und dessen Ex-Frau, eine Sonderermittlerin der Staatsanwaltschaft mit brisanten Prozessen, die sowohl ins Milieu der Organisierten Kriminalität als auch in die Politik führen, sind undurchschaubare Personen, die nicht nur die üblichen Auseinandersetzungen ehemaliger Ehepaare führen, sondern auch Geheimnisse haben, die Kjell Dahlberg erst langsam entschlüsseln kann und die dem Fall eine unerwartete Richtung geben.
„Vertrauensbrüchig‟, der fünfte Fall für den ehemaligen Polizisten, der jetzt als Privatdetektiv arbeitet, ist ein etwas verworrener Roman, der zwar mit vielen überraschenden Wendungen aufwartet, diese jedoch nicht immer stringent miteinander verknüpft und dadurch die Handlung zerfasert.
So ist es nur folgerichtig, dass auch die Lösung des Falls mehr als unbefriedigend ist – es gibt sie schlicht und ergreifend nicht. Nahezu alles bleibt im Dunkeln und nur wenige Fäden werden miteinander verknüpft. Als auch noch am Schluss des Romans eine Figur auftritt, die in der vorangehenden Handlung keine Rolle spielte und der nur eine kurze Szene gewährt wird, ist klar, dass der fünfte Fall des Kjell Dahlberg nur ein groß angelegter Cliffhanger für den folgenden Band zu sein scheint.
Meine Bewertung:
Veröffentlicht am 5. Oktober 2026