Archiv des Monats: März 2026

Egal, oder was?

„Der Welt da draußen ist es doch völlig egal, was für Gedanken wir uns machen.“ Dieser Satz hat etwas Beunruhigendes in seiner scheinbaren Harmlosigkeit: Man könnte ihn als beiläufige Resignation missverstehen, als ein Achselzucken im Angesicht einer indifferenten Wirklichkeit. Doch … Weiterlesen

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Der magische erste Satz

Der erste Satz eines literarischen Werkes ist kein Satz. Er ist ein Versprechen. Oder genauer: ein Wagnis. In ihm steckt die ganze Arroganz des Anfangs, die Behauptung, dass ausgerechnet diese Stimme, ausgerechnet jetzt, etwas zu sagen hat, das gehört werden … Weiterlesen

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Ist das Veruntreuung oder was…?

Es gibt Begriffe, die sind so elegant, dass man ihnen ihre Herkunft nicht mehr ansieht. „Sondervermögen“ gehört zweifellos dazu. Ein Wort, geschniegelt wie ein Minister auf Staatsbesuch, geschniegelt bis zur semantischen Schmerzgrenze. Es klingt nach Rücklage, nach kluger Vorsorge, nach … Weiterlesen

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Wer hätte das gedacht?

Es gibt Momente im politischen Leben eines Landes, in denen eine Erkenntnis plötzlich mit der Wucht einer Offenbarung einschlägt. Ein Schleier zerreißt, eine Wahrheit tritt ans Licht, und die Republik reibt sich verwundert die Augen. So geschehen dieser Tage, als … Weiterlesen

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Die Ära des leeren Himmels II

Der Algorithmus als letzter Gott (Eine spenglerianische Erweiterung) Oswald Spengler beschrieb Kulturen als lebendige Organismen. Sie entstehen, blühen, erschöpfen sich – und gehen schließlich in Zivilisationen über, die nur noch den Schatten ihrer ursprünglichen Seele tragen. Die Kultur lebt aus … Weiterlesen

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Die Ära des leeren Himmels I

Die Einsamkeit des digitalen Menschen Es gab eine Zeit, oder wenigstens den Glauben daran,, in der der Himmel nicht leer war. Über den Köpfen der Menschen spannte sich ein Raum, der mehr war als Atmosphäre. Er war Projektionsfläche, Drohung, Hoffnung, … Weiterlesen

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Die Psychologisierung des Politischen

Wie der Bürger zum Patienten wurde Es war einmal eine Zeit, da war Politik unerquicklich, laut, unerquicklich konkret. Man stritt über Steuern, Gesetze, Grenzen, Krieg und Frieden. Heute streitet man über Befindlichkeiten. Politik hat ihre Aktentasche gegen ein Therapiekissen getauscht.

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F. Merz und die 50 Euro

Ein deutsches Märchen aus der Politblase Oder: Die große deutsche Altersvorsorge im Format einer Dauerüberweisung Es gibt Sätze, die eine eigentümliche Schlichtheit besitzen, als wären sie aus jener moralischen Grammatik geschnitzt, mit der früher Eltern ihre Kinder zur Ordnung riefen. … Weiterlesen

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Resilienz

Die Kunst, mit dem Gesicht in der Windmaschine zu lächeln Es gab eine Zeit, da genügte es, zu leiden. Man litt an der Welt, am Wetter, an der Politik, an der eigenen Schwiegermutter. Das Leiden war unerquicklich, aber immerhin ehrlich. … Weiterlesen

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Spiegelbilder der Macht

Die gegensätzlichen Strategien in einer neuen Ära des Konflikts In der Landschaft der modernen Militärstrategie stehen zwei Werke wie tektonische Platten gegeneinander: „Unrestricted Warfare‟ von den chinesischen Obersten Qiao Liang und Wang Xiangsui und „The Dragons and the Snakes‟ des … Weiterlesen

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