Archiv der Kategorie: Gedanken zum Tag

Die verbotene Pointe

Monotheismus und das Lachen Es gehört zu den eigentümlichsten Paradoxien der monotheistischen Religionen, dass sie den Menschen als ein lachendes Wesen erschaffen, nur um ihn dann in eine Ordnung zu stellen, in der das Lachen, zumindest in seiner ungebändigten Form, … Weiterlesen

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Das Eigenheim als Gesinnungsprüfung

Deutschland auf dem Weg zur moralischen Bauabnahme Es ist eine eigentümliche deutsche Fantasie, dass der Staat irgendwann nicht mehr nur unsere Häuser verwaltet, sondern gleich auch das Innenleben möbliert. Bislang genügte es, ein Dach über dem Kopf zu wollen, über … Weiterlesen

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Wollt ihr die totale Wehrpflicht?

Nur ein totalitärer Staat traut sich so etwas Es sind oft die unscheinbaren Sätze, die den größten Lärm machen, allerdings erst dann, wenn man gelernt hat, sie zu hören. Zunächst wirken sie wie Verwaltungsprosa: trocken, rechtmäßig geschniegelt, geschniegelt bis zur … Weiterlesen

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Die Asche unserer Brücken

Über den hartnäckigen Stolz und das späte Bedauern Die Anatomie des Stolzes und sein unausweichlicher Fall Es gibt in der filigranen und doch so oft erschütterten Architektur der menschlichen Seele wohl kein tragenderes, aber zugleich auch kein brüchigeres Element als … Weiterlesen

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Egal, oder was?

„Der Welt da draußen ist es doch völlig egal, was für Gedanken wir uns machen.“ Dieser Satz hat etwas Beunruhigendes in seiner scheinbaren Harmlosigkeit: Man könnte ihn als beiläufige Resignation missverstehen, als ein Achselzucken im Angesicht einer indifferenten Wirklichkeit. Doch … Weiterlesen

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Der magische erste Satz

Der erste Satz eines literarischen Werkes ist kein Satz. Er ist ein Versprechen. Oder genauer: ein Wagnis. In ihm steckt die ganze Arroganz des Anfangs, die Behauptung, dass ausgerechnet diese Stimme, ausgerechnet jetzt, etwas zu sagen hat, das gehört werden … Weiterlesen

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Ist das Veruntreuung oder was…?

Es gibt Begriffe, die sind so elegant, dass man ihnen ihre Herkunft nicht mehr ansieht. „Sondervermögen“ gehört zweifellos dazu. Ein Wort, geschniegelt wie ein Minister auf Staatsbesuch, geschniegelt bis zur semantischen Schmerzgrenze. Es klingt nach Rücklage, nach kluger Vorsorge, nach … Weiterlesen

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Wer hätte das gedacht?

Es gibt Momente im politischen Leben eines Landes, in denen eine Erkenntnis plötzlich mit der Wucht einer Offenbarung einschlägt. Ein Schleier zerreißt, eine Wahrheit tritt ans Licht, und die Republik reibt sich verwundert die Augen. So geschehen dieser Tage, als … Weiterlesen

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Die Ära des leeren Himmels II

Der Algorithmus als letzter Gott (Eine spenglerianische Erweiterung) Oswald Spengler beschrieb Kulturen als lebendige Organismen. Sie entstehen, blühen, erschöpfen sich – und gehen schließlich in Zivilisationen über, die nur noch den Schatten ihrer ursprünglichen Seele tragen. Die Kultur lebt aus … Weiterlesen

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Die Ära des leeren Himmels I

Die Einsamkeit des digitalen Menschen Es gab eine Zeit, oder wenigstens den Glauben daran,, in der der Himmel nicht leer war. Über den Köpfen der Menschen spannte sich ein Raum, der mehr war als Atmosphäre. Er war Projektionsfläche, Drohung, Hoffnung, … Weiterlesen

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