Archiv des Autors: Orator

Jack Carr, Kriegserfahrung als literarisches Kapital

Es gibt Thrillerautoren, die recherchieren. Und es gibt solche, die erinnern. Jack Carr gehört zur zweiten Kategorie. Seine Romane tragen nicht nur die Handschrift des Spannungsprofis, sondern die Gravur eines Mannes, der über zwei Jahrzehnte als Navy SEAL im Einsatz … Weiterlesen

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Eine faule Wette

Es gibt Sätze, die klingen wie beiläufig hingeworfen, und doch tragen sie das Gewicht einer ganzen Welt. „Die ideale Welt ist eine faule Wette und erfordert eine Portion Glück, auf die man sich nicht verlassen kann.“ Darin liegt etwas von … Weiterlesen

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Die Ambivalenz der Freundlichkeit

„Auch ein freundlicher Mensch kann dich zerstören, er braucht nur mehr Zeit dazu.‟ Ferdinand von Schirach, „Ein stiller Freund‟ Es gibt Sätze, die sich nicht mit Pathos aufladen, sondern mit Stille. Sie tragen keine Drohung in sich, sondern eine Ahnung. … Weiterlesen

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Brad Thor und die Politik der permanenten Alarmbereitschaft

Wer die Romane von Brad Thor liest, betritt keine Welt der Ambivalenzen. Er betritt eine Welt der Entscheidung. Dort, wo andere Autoren das Zwielicht lieben, bevorzugt Thor das Flutlicht. Seine Bücher sind keine tastenden Annäherungen an politische Wirklichkeit, sondern dramatische … Weiterlesen

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Gegenwart unter Vorbehalt – Über das Aushalten der Welt

Vorwort und Verortung Die folgenden sechs Betrachtungen sind kein Kommentar von außen. Sie sind aus einer Lage heraus geschrieben. Die Texte sind entstanden im Inneren einer Gegenwart, die sich nicht mehr selbstverständlich betreten lässt. Nicht aus Ablehnung, sondern aus Vorsicht. … Weiterlesen

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Don Winslow: Meister des epischen Thrillers

Eine Würdigung des Autors, der die dunkle Seite Amerikas wie kein anderer sezierte Mit der Veröffentlichung von „City in Ruins“ im Frühjahr 2024 endete nicht nur eine fesselnde Gangster-Trilogie, sondern auch eine Ära der amerikanischen Kriminalliteratur. Don Winslow, der Meister … Weiterlesen

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Die totale Institution im Gleichklang

Erving Goffmans Begriff der totalen Institution bezeichnete einst klar umgrenzte Orte: Anstalten, Kasernen, Gefängnisse. Räume, in denen Leben vollständig organisiert, Verhalten normiert und Identität systematisch reduziert wurde. Der entscheidende Punkt war nie die Mauer, sondern die Totalität des Zugriffs. Wer … Weiterlesen

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Die Bildungskatastrophe geht weiter

Ein Hoch auf die intellektuelle Diätkost! Endlich! Ein Lichtblick am düsteren Horizont der deutschen Bildungslandschaft. Ein Berliner Gymnasium, Hort der Elite von morgen, hat den gordischen Knoten der Literaturvermittlung zerschlagen. Die Lösung ist so genial wie einfach: Man nehme die … Weiterlesen

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Die tönende Verzweiflung

Eine Meditation über das barocke Adagio und die Endlichkeit Es ist eine sonderbare und doch tief vertraute Regung, die uns ergreift, wenn die ersten getragenen Noten eines barocken Largo oder Andante den Raum zu füllen beginnen. Der anfängliche Glanz des … Weiterlesen

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Grenzgänger der Wirklichkeit

Castaneda, Hesse, Eliade, Cioran – eine Versuchsanordnung Wer heute über Carlos Castaneda schreibt, sieht sich rasch moralisch in der Defensive. Zu unerquicklich die Biografie, zu autoritär das Umfeld, zu unerquicklich auch das geistige Nachleben seiner Lehren. Doch gerade diese Unbequemlichkeit … Weiterlesen

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