Warum Ermittler im modernen Kriminalroman nur noch an sich selbst ermitteln
Es gibt Entwicklungen in der Literatur, die zunächst wie eine Befreiung wirken, und sich erst mit zeitlichem Abstand als neue Form der Erstarrung erweisen. Der moderne Kriminalroman kennt viele solcher Bewegungen. Lange Zeit dominierte eine Ermittlerfigur, die beinahe mathematische Präzision verkörperte: analytisch, kontrolliert, unangreifbar. Der klassische Kommissar erschien am Tatort wie ein Ordnungsprinzip in Menschengestalt. Seine Aufgabe war klar definiert: Chaos erkennen, Zusammenhänge herstellen, die Welt wieder zusammensetzen. Weiterlesen